Die Bewerbung fürs Praktikum ist für viele die erste echte Bewerbung — und genau deshalb entscheidend. Das Unternehmen erwartet keinen erfahrenen Profi, sondern jemanden, der lernwillig, zuverlässig und schon einmal ins Tun gekommen ist. Dieser Leitfaden zeigt, was ins Anschreiben fürs Praktikum gehört, wie du es aufbaust und wie du dich abhebst, indem du deine Fähigkeiten belegst statt sie nur zu behaupten.
Was ins Praktikums-Anschreiben gehört
Das Anschreiben fürs Praktikum folgt dem gleichen Aufbau wie das klassische Bewerbungsschreiben, setzt aber andere Schwerpunkte. Im Vordergrund stehen deine Motivation, dein Bezug zum Fach und deine Verfügbarkeit — nicht eine lange Berufslaufbahn, die du noch nicht hast.
1. Warum dieses Praktikum
Erkläre, warum du gerade in diesem Unternehmen und in diesem Bereich Praxis sammeln willst. Ein konkreter Bezug schlägt jede allgemeine Formulierung.
2. Was du schon mitbringst
Auch ohne Berufserfahrung hast du etwas vorzuweisen: Studienarbeiten, ein Kurs, ehrenamtliches Engagement, ein eigenes Projekt. Wähle ein Beispiel und beschreibe, was du getan und gelernt hast.
3. Deine Verfügbarkeit
Für Praktika ist der Zeitraum oft entscheidend — das Unternehmen muss dich in seinen Ablauf und in deinen Studienplan einpassen. Nenne klar, ab wann und wie lange du verfügbar bist.
Das Problem: „Ich möchte lernen“ reicht nicht
Fast jede Praktikumsbewerbung sagt, dass man motiviert ist und lernen will. Das erwartet das Unternehmen ohnehin. Was dich abhebt, ist ein Beleg dafür, dass du schon einmal etwas umgesetzt hast — und sei es klein.
So beweist du deine Fähigkeiten
Als Praktikumsbewerber musst du nicht Erfahrung vorweisen, sondern Initiative — und dafür ist eine echte Aufgabe ideal:
- Du löst eine echte Aufgabe aus deinem Fachgebiet — gestellt von Ewance oder einem Industriepartner (zum Beispiel einem internationalen Technologieunternehmen).
- Nach Abschluss erhältst du ein überprüfbares Zertifikat.
- Du nennst dieses Ergebnis im Anschreiben und im Lebenslauf und legst das Zertifikat in deinem LinkedIn-Profil ab — dem LinkedIn von Ewance kannst du für neue Aufgaben folgen.
- Die Personalabteilung prüft die Echtheit jederzeit auf verify.ewance.com — sofort und so oft sie möchte.
Du kannst kostenlos starten: unbegrenzte Versuche bei den Aufgaben und ein überprüfbares Zertifikat pro Jahr im Gratis-Tarif.
Häufige Fehler bei der Praktikumsbewerbung
- Schreiben wie ein alter Hase — sei ehrlich über deinen Ausgangspunkt, statt Erfahrung vorzutäuschen.
- Die Verfügbarkeit vergessen — der Zeitraum ist bei Praktika oft das Erste, worauf geschaut wird.
- Nur „lernen wollen“ — ohne zu zeigen, dass du schon einmal etwas umgesetzt hast.
- Copy-Paste-Motivation — ein Grund, der auf jede Firma passt, überzeugt bei keiner.
Pflichtpraktikum oder freiwilliges Praktikum?
Der Rahmen deines Praktikums beeinflusst das Anschreiben. Bei einem Pflichtpraktikum (von Schule oder Studium vorgeschrieben) solltest du den Zeitraum und die Vorgaben deiner Ausbildung klar nennen — das Unternehmen weiß dann sofort, worauf es sich einlässt. Bei einem freiwilligen Praktikum zählt umso mehr deine Motivation: Warum investierst du diese Zeit gerade hier? In beiden Fällen hilft es, konkret zu sagen, was du im Praktikum lernen und beitragen willst.
Anschreiben und Lebenslauf abstimmen
Anschreiben und Lebenslauf sollten dieselbe Geschichte erzählen: Was im Lebenslauf als Projekt oder Kurs steht, greifst du im Anschreiben mit einem Satz auf und erklärst, warum es für dieses Praktikum zählt. Welche Fähigkeiten du hervorhebst, zeigt der Leitfaden zu Kompetenzen im Lebenslauf.
Die Anlagen nicht vergessen
Zur vollständigen Praktikumsbewerbung gehören neben dem Anschreiben der Lebenslauf und — je nach Stelle — Zeugnisse oder Nachweise. Prüfe die Ausschreibung, welche Unterlagen erwartet werden, und liefere genau diese: nicht weniger (das wirkt unvollständig), aber auch nicht ungefragt zehn Anlagen (das wirkt beliebig). Eine saubere, vollständige Mappe zeigt schon vor dem ersten Satz, dass du sorgfältig arbeitest.
Häufige Fragen
Braucht man für ein Praktikum überhaupt ein Anschreiben?
Meistens ja — und es hilft, sich abzuheben, gerade bei vielen ähnlichen Bewerbungen. Ein kurzes, konkretes Anschreiben zeigt echtes Interesse.
Was schreibe ich, wenn ich noch nichts vorzuweisen habe?
Nutze Studienarbeiten, Kurse und Engagement. Für einen konkreten Beleg löse eine echte Aufgabe aus deinem Fach — kostenlos möglich, mit überprüfbarem Ergebnis.
Wie wichtig ist die Verfügbarkeit?
Sehr. Ein tolles Anschreiben, das den Zeitraum vergisst, zwingt das Unternehmen zum Nachfragen — oder zum nächsten Kandidaten.
Wie lang sollte das Anschreiben fürs Praktikum sein?
Eine Seite, drei bis vier Absätze — wie bei jeder Bewerbung. Bei einem Praktikum darf es eher knapper sein: Konzentriere dich auf Motivation, Fachbezug und Verfügbarkeit, statt eine Laufbahn zu strecken, die du noch nicht hast.
Muss ich meine Noten angeben?
Ins Anschreiben gehören Noten nur, wenn sie ein echtes Argument sind oder ausdrücklich verlangt werden. Ansonsten reicht der Lebenslauf. Wichtiger als eine Zahl ist der Beleg, dass du etwas anwenden kannst — genau dafür ist eine gelöste, überprüfbare Aufgabe da.
Zusammenfassung
- Zeig Motivation, Fachbezug und Verfügbarkeit — nicht eine Laufbahn, die du noch nicht hast.
- Verbinde eine geforderte Fähigkeit mit etwas Konkretem, das du getan hast.
- Heb dich mit einem Beweis ab — überprüfbar auf verify.ewance.com.

